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Energiegewinnung mit Magneten
 
   
 
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Inhalt:
 Allgemeines
 Physikalische Fakten
 Verwandte Themen:
 Magnetische Wasserenthärtung
 Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs


Allgemeines

Eines der bedeutendsten Mißverständnisse im Zusammenhang mit Magnetismus ist die Meinung, man könne mit Magneten mehr Energie gewinnen als man hineinsteckt. Denn Permanentmagnete ziehen z.B. ferromagnetische Stoffe wie von Geisterhand an; und das ganz ohne Energieversorgung. Aber auch mit Magneten läßt sich kein perpetuum mobile bauen. Nachfolgend finden Sie eine Erklärung, warum das so ist.


Physikalische Fakten

Der falsche Denkansatz geht meistens davon aus, daß Magnete andere Magnete oder aber ferromagnetische Stoffe mit einiger Kraft anziehen. Wenn beispielsweise ein Permanentmagnet einen Klotz aus Stahl entgegen der Schwerkraft einige Millimeter nach oben zieht, wird dadurch in der Tat Arbeit verrichtet. Aber diesen Vorgang kann man nur einmal ablaufen lassen. Danach "klebt" nämlich der Stahlklotz am Magneten und läßt sich nur noch durch eine äußere Kraft wieder entfernen. Die äußere Kraft zum Trennen muß ganz geringfügig größer sein als die Kraft, mit der der Magnet den Stahlklotz anzieht. Die gerade beim Anheben gewonnene Energie geht daher vollständig für das Trennen vom Magneten drauf. Somit kann man keine zyklisch arbeitenden Maschine bauen, die Energie abgibt.

Auch der Ansatz, das einmalige Anheben des Stahlklotzes sei schon ein Energiegewinn, ist falsch. Betrachtet man nur den fertigen Magneten und den Stahlklotz, kann man in der Tat einmalig Energie gewinnen. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Der Magnet ist nämlich nur magnetisch, weil man seine Weißschen Bezirke in einem üblicherweise durch Elektromagnete erzeugten Magnetfeld ausgerichtet hat. Und die Energie, die man in die Herstellung eines Magneten stecken muß, ist deutlich höher als die, die der Magnet beim Anheben des Stahlklotzes leistet.

Die Stromerzeugung in Generatoren ist übrigens ebenfalls nur mit einem Wirkungsgrad von weniger als 100% möglich. Denn wenn man einem Generator Strom entnimmt, baut sich in ihm ein magnetisches Feld auf, das der Drehbewegung entgegenwirkt. Denn in der Leiterschleife fließt ja nun ein Strom, der ebenfalls ein Magnetfeld erzeugt. Je höher der entnommene Strom ist, desto größer ist auch die Kraft und damit das Drehmoment, das man aufwenden muß, damit der Generator nicht stehenbleibt. Dieses Phaenomen kennen Sie sicher vom Fahrradfahren: Bei abgeklemmten Lampen tritt es sich trotz angetriebenen Dynamos leicht. Klemmt man die Lampen an, tritt es sich deutlich schwerer. Die elektrische Energie, die die Lampen zum Leuchten bringt, entsteht also keineswegs "aus dem Nichts".

Also: Eine Maschine, die mehr Energie abgibt als sie aufnimmt, gehört ins Reich der Fabeln und Märchen, auch wenn sie mit Magneten ausgestattet ist. Es gibt zwar vielerlei Maschinen, die eine Energieform in eine andere umwandeln können (z.B. Drehbewegung mittels Generator in elektrischen Strom, elektrischen Strom mittels Glühlampe in Licht oder Licht mittels Fotodiode/Solarzelle in elektrischen Strom), aber Energie im eigentlichen Sinne des Wortes erzeugen d.h. herstellen können sie alle nicht. Dies ist physikalisch unmöglich. Vor allem von esoterisch angehauchten Gruppen wird unter dem Stichwort "freie Energie" immer wieder wortreich behauptet, der Bau von Maschinen mit einem Wirkungsgrad von mehr als 100% sei problemlos möglich, was bestimmt mehrere hundert Bauanleitungen untermauern sollen. Egal wie dies begründet wird, egal welche angebliche wissenschaftliche Kapazität als Referenz herangezogen wird und egal welche abstruse Verschwörungstheorie als Begründung verwendet wird, warum eine solch' bahnbrechende Erfindung noch nicht kommerziell genutzt wird (sie würde ja immerhin alle Energieprobleme lösen), ist dies alles totaler Blödsinn.

Ziel ist es lediglich, "Eingeweihten" für viel Geld bedrucktes Papier zu diesem Thema zu verkaufen oder sich einfach nur wichtig zu machen. Von verschiedenen Stellen wurden in den 80er Jahren hohe Summen als Prämie für denjenigen ausgesetzt, der eine solche Maschine präsentieren kann, die einer wissenschaftlichen Überprüfung standhält und sich nicht als Scharlatanerie herausstellt. Keine einzige dieser Prämien mußte -wen wundert's- ausgezahlt werden. Zudem würden einem Geräte, die tatsächlich aus dem Nichts Strom erzeugen, für gutes Geld geradezu aus der Hand gerissen, denn man müßte als Anwender zukünftig ja keinen Strom mehr bezahlen. Wenn's funktionieren würde, müßte man also keineswegs mühsam versuchen, Leute von der Funktion zu überzeugen. Beispielsweise würde die Automobilindustrie, die große Probleme hat, in der Praxis brauchbare Elektroautos anzubieten, weil die Stromspeicherung in Akkus so schlecht funktioniert, solche Stromerzeuger mit Kußhand nehmen und mit exorbitant hohen Beträgen honorieren.

Selbst Kernenergie kommt nicht aus dem Nichts, sondern hier wird gemäß der recht bekannten Formel E = m . c2 (Einstein läßt grüßen) Masse in Energie umgewandelt. Zugegeben: Schon sehr wenig Masse beinhaltet unvorstellbar viel Energie, nämlich 9 . 1013 Joule (=Wattsekunden) oder anders ausgedrückt 25 Millionen Kilowattstunden pro Gramm Materie, was einem Gegenwert von 5 Millionen Euro bei einem Strompreis von 0,20 Euro pro Kilowattstunde entspricht. Ein Kernreaktor ist also "nur" eine Maschine, die Materie in Energie umwandelt. Der umgekehrte Weg, Energie in Masse umzuwandeln funktioniert übrigens ebenfalls. Aufgrund der dafür erforderlichen ungeheuren Energiemengen kann man aber nur sehr leichte Elementarteilchen wie z.B. Elektronen und Positronen erzeugen. Für Materiemengen, die man mit bloßem Auge erkennen kann, würde man die Energie benötigen, für deren Erzeugung ein Kernreaktor mehrere Tage benötigt.

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Letzter Upload dieser Seite: 05.11.2016 (Untergeordnete Seiten können aktueller sein)